am 30.09.2020 von Wolfgang Weiler

Showtime - volles Programm und beste Laune an Tag 2

Der 2. Tag ist traditionell eine Herausforderung für alle Sinne: Erst volles Arbeitspensum und dann ein mitreißendes Abendprogramm.

Um 8 Uhr wartete auch dieses Jahr das DCHH-Snack-Frühstück auf die early birds. Und schon um 9 Uhr starteten die ersten sechs von 18 je zweistündigen Sessions und Workshops – zu den Themenfeldern Nachhaltigkeit & Gemeinwohl, Umgang mit Polaritäten, Kommunikation im Tourismus, Umgang mit Menschen, Top oder Flop – Erfahrungen aus zehn Jahren DestinationCamp sowie am Magic RoundTable zu Berufsverständnis und zu Fragen der Ethik in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt.

Im Tagesablauf waren die Themen zu einem bunten Programm-Tableau gemischt und sechs „Reisegruppen“ zugeordnet. Denn wegen der geltenden Corona-Regeln konnten die Teilnehmenden, anders als in den Vorjahren, nicht nach jeder Pause ein neues Thema wählen, sondern mussten in der einmal gewählten Reisegruppe bleiben. Mit dem Einchecken in der ersten Session buchten sie quasi eine Pauschalreise mit Reiseleiter und drei Themenbausteinen – der vierte kommt am dritten Tag in Form einer Szenario-Werkstatt dazu.

Während der Reise stießen am Mittwoch die Moderatorenteams aus je zwei thematischen Spezialisten und oft mit einem weiteren Impulsgeber zur Reisegruppe dazu und führten sie so durch das Themenportfolio, ohne dass die Teilnehmenden den Raum wechseln mussten. Gleichwohl wurden die Sitze, Tische, Stifte und Mikrofone in jeder Pause von den Reiseleitern aus dem netzvitamine-Team desinfiziert, um für größtmögliche Hygiene während des DestinationCamp zu sorgen.

Zum DCHH-Abend in den Großstadt-Dschungel

Nach der letzten Session verriet die Videowall auf der Trabrennbahn den Treffpunkt zum Start in das ersehnte Highlight des #DCHH20: die Davidwache auf der Reeperbahn. Von dort wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer der legendärsten Adressen der Reeperbahn geführt – zum „Schmidts Tivoli“ am Spielbudenplatz. Eigens für die rund 200 Teilnehmenden und die Crew des #DCHH20 wurde die Show im einzigartigen Privattheater um touristische Einlagen und aktueller Bezugnahme auf das DestinationCamp und seine Teilnehmer erweitert.

Hier schlägt das Herz St. Paulis: Vor Corona kamen Besucher aus ganz Deutschland, um große Musiktheaterproduktionen mit fantasievoller Ausstattung, exquisite Gastspiele und ausgeflippte Revuen in einem der schönsten Theatersäle der Stadt zu erleben. Seit seiner Eröffnung am 1. September 1991 begeisterten die Shows und Acts allabendlich mehr als 600 Zuschauer.

Nach drei Monaten in der verordneten Corona-Schließung feierte das Reeperbahn-Theater am 2. Juli seine Wiedereröffnung als neues, temporäres Gesamtkunstwerk auf dem Hamburger Kiez.

Paradiso ist ein einmaliges Showerlebnis, das es so nur genau jetzt, in dieser speziellen Zeit, geben wird.

versprach die Webseite des einzigartigen Privattheaters – und eigens für die rund 180 Teilnehmenden des DestinationCamp und die netzvitamine-Crew wurde die Show um touristische Einlagen erweitert.

Schon mit dem Eintritt in den fast runden Saal startete selbst unter Corona-Bedingungen eine Party für alle Sinne - inmitten einer prachtvollen, tropisch anmutenden Oase und mit einer schillernden Vielfalt aus Gesang, Comedy, Artistik und Gaumengenüssen.

Die Gäste konnten am Ende dem Urteil des NDR Fernsehens bedingungslos zustimmen:

Das Tivoli hat etwas beinahe Undenkbares geschafft: Beschränkungen und Hygienevorschriften so umzusetzen, dass es sich für das Publikum im Grunde wie ein besonders exklusives Theatererlebnis anfühlt.

Zu zweit oder in kleinen Gruppen saßen die DCHH-Teilnehmenden zwischen goldenen Säulen, großen Rundspiegeln und farbenprächtigen Wandmalereien mit Paradiesvögeln, Palmen und Dschungelmotiven. Sie ließen sich an den Tischen im Foyer und auf dem Balkon Kichererbsensalat, Waldpilzschnecke, Spanferkelsalat, Semerole vom Weiderind, Linsenbratling und Kabeljau servieren.

Henning Mehrtens, Hausherr und Entertainer, begrüßte gutgelaunt im bunten Nylonanzug:

Ich finde das gut, ich finde das geil, dass ihr das macht, trotz Corona.

netzvitamine-Geschäftsführer Stefan Möhler bedankte sich anlässlich des 10. DCHH-Jubiläums bei Hotelier und Unternehmensberater Bernd Reutemann sowie Uwe Frers, damals Geschäftsführer TipsbyTrips heute von Pincamp, für ihre Initiative bei der Gründung dieses einzigartigen Barcamp-Models. Projektleiter Benjamin Buhl dankte den diesjährigen Partnern Reisereporter, St. Elmo’s, Outdooractive, Neusta DS, TraumFerienwohnungen, Parkster, HRS DS, Infomax, Klimapatenschaft sowie Schöler Kreativ und silberstern Filmproduktion für ihre finanzielle Unterstützung trotz Terminverschiebung und deutlich geänderten Rahmenbedingungen.

Und dann ging der Abend über in den „paradiesischen“ Teil – zunächst mit einer faszinierenden Ball-Jonglage von Lukas Köster. Er ließ Bälle um die Ecke springen, begeisterte die Zuschauer mit immer neuen Figuren. Stand-up-Comedian Thorsten Bär sicherte sich die Lacher mit allerlei spitzen Bemerkungen zu den Stereotypen deutscher Bundesländer und mit lustigen Stimm-Imitationen von Inge Meysel bis Udo Lindenberg. „Schlangenmensch“ Tigris zeigte den Teilnehmenden, wie biegsam Körper eigentlich sein könnten und Julia Grote entführte am Luftring mit ihren anmutig und eleganten, kraftvoll und dynamischen Schwüngen und Körperdrehungen die Phantasie für einen Moment in eine andere Welt – der allerdings kurz nach Mitternacht die meisten auch in Träume flüchten ließ.

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